Inzwischen bin ich schon seit einiger Zeit nicht nur Contributer, sondern kann auch Übersetzungen freigeben. Hier ein kurzer Abriss, wie das Ganze abläuft:
Das Drupal German Translation Team kümmert sich nicht nur um die Übersetzung von Drupal, sondern auch dessen Module. Früher wurden mit Modulen .po Dateien ausgeliefert, die Übersetzungen beinhaltet haben. Deise musste man regelmässig aktualisieren, bzw. kamen sie durch Updates der Module ins System. Jetzt reicht es, Drupal auf English zu installieren und im Nachhinein die deutsche Sprache zu aktivieren. Mit dem Modul Localization update (ab Drupal 7 fix im Kern integriert) kann sich die eigene Seite automatisch die passenden Übersetzungen holen. Würde ich bei Drupal 6 also unbedingt nachinstallieren.
Jeder kann Übersetzungen als Vorschlag einreichen. Die scheinen dann auf http://localize.drupal.org als Vorschlag auf und die Mitglieder des Teams können diese dann bei Bedarf freigeben. Auch wenn ein Teammitglied eine Übersetzung einreicht, muss sie erst von einem Kollegen korrekturgelesen und ggf. freigegeben werden. So schauen zumindest immer 2 Personen auf eine Übersetzung, bevor diese von den Drupal Installationen geholt werden kann.
Den wenigstens Aufwand hat man sicher über http://localize.drupal.org . Dort kann man sich mit seinem Drupal.org Konto anmelden oder ein neues Konto erstellen und schon mit dem Übersetzen beginnen. Dazu gibt es ein nettes Webinterface, über das man alle englischen Zeichenketten / Phrasen sieht und filtern kann. Dort kann man dann neue Übersetzungen einreichen oder, je nach Berechtigung, Übersetzungen akzeptieren oder verwerfen.
Wer selbst eine Drupal Seite betreibt, kann sich das Localization Client Modul installieren. In den Einstellungen des Moduls muss man dann nur noch aktivieren, dass Übersetzungen auch an entfernte Server geschickt werden sollen, der Drupal Server ist voreingestellt, und im eigenen Konto auf der eigenen Seite findet man einen Link, über den man sich einen API Key von drupal.org holen kann. Den trägt man ein und schon kann man auch auf der eigenen Seite übersetzen. Im Fußbereich der eigenen Seite erscheint ein Balken mit einer "Text übersetzen" Schhaltfläche. Durch Druck darauf wird eine kleine Maske aufgerufen, in der alle Zeichenketten aufgelistet werden, die auf der aktuell sichtbaren Seite verwendet werden. Dort kann man sie natürlich auch gleich übersetzen. Das hat den Vorteil, dass die Übersetzung in jedem Fall sofort auf der eigenen Seite zur Verfügung steht, aber auch an das Translation Team geschickt wird, die die Übersetzung wie oben angegeben bewerten und evtl. freigeben. Man sieht aber nicht, ob eine Übersetzung bereits als Vorschlag eingegeben wurde und nur auf Freigabe wartet. Es kann also sein, dass man hier sinnlose Mehrarbeit leistet.
Als dritte Möglichkeit kann man noch einen Export der Sprachdateien als .pot oder schon als .po einer bestimmten Sprache holen und mit einem Editor bearbeiten. Die bearbeitete Version lädt man dann einfach wieder hoch.
Jede dieser Methoden hat ihre Vor- und Nachteile. Deshalb verwende ich selbst einen Mix aus allen drei Lösungen. Wenn ich eine grössere Menge an Übersetzungen auf einmal vornehmen möchte. Zum Beispiel ein ganzes Modul übersetzen oder alle noch fehlenden Zeichenketten einer bestehenden Website, dann exportiere ich mir die .po Datei, übersetze sie offline und lade diese gesammelt wieder hoch. So kann es zwar passieren, dass ich Übersetzungen einreiche, die bereits als Vorschlag zur Verfügung stehen, aber dennoch geht es so einfach flotter als andere Lösungen.
Wenn ich mir nur kurz Zeit nehme, ein paar Übersetzungen zu machen und auch andere freizugeben, verwende ich das Webinterface.
Und auf etlichen meiner Seiten habe ich auch den localization Client installiert, damit ich, falls mir ein paar englische Worte auf meiner Seite unterkommen, sofort Abhilfe schaffen kann.
So geht es langsam voran und immer mehr Phrasen werden übersetzt, wobei natürlich auch ständig neue durch Weiterentwicklung an Drupal und seinen Modulen hinzukommen. Vor allem Mitglieder des German Translation Teams, die auch länger mitarbeiten wollen, werden benötigt, da Unmengen an Übersetzungen vorgeschlagen wurden, aber das Kontrollieren und Bestätigen einfach etwas hinterherhinkt. Wenn eine Übersetzung dann freigegeben wurde, dauert es noch ein paar Tage, bis sie auch für den Localization Client auf Websites verfügbar ist. Der Server braucht einfach ein bisschen, um die ganzen Änderungen zusammenzupacken. Natürlich dauert das Einbinden einer Übersetzung nicht lange, aber diese Vorgänge werden natürlich gedrosselt und gereiht, sonst würde der Server bald nicht mehr erreichbar sein, weil er einfach überlastet wäre.
Der auf Serverteil des Übersetzungsprojekts ist übrigens als Localization Server verfügbar. Ich setze ihn auch auf http://www.devel.widhalm.or.at/ ein, um meine eigenen kleinen Open Source "Projekterl" zu übersetzen. Auch wenn sich da noch nicht viel getan hat. Als Einzekämpfer bei solchen Projekten dauert das halt immer.
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