Ich hab' ja schon ein paar Mal über den "Bikepark" in der Lehener bzw. Lieferinger Au geschrieben. Dort hat sich mit der Zeit eine grosse Fläche ergeben, auf der inbesondere Jugendliche einen Bike Parcours errichtet haben. Die Gegend dort war immer relativ dünn bewachsen und grossteils wurden einfach natürliche Hindernisse ein wenig verändert, um sie mit dem Fahrrad befahrbar zu machen.
Ich finde die Sache nach wie vor grossartig! Das ein paar "Kids" in einer Stadt wie Salzburg, die nicht nur mir verzopft, "eingnaht" und schon fast jugendfeindlich erscheint, die Sache selbst in die Hand nehmen und sich eine sinnvolle Beschäftigung suchen, ist etwas Wundervolles. Ich hab' ja auch was davon, da das Gelände auch als Hundespielplatz genützt werden kann, wenn keine Radler da sind.
In letzter Zeit höre ich aber von anderen Hundebesitzern immer öfter, dass sie sich über die Anlage ärgern. Was ich teilweise verstehen kann und mir inzwischen auch so geht. Das grosse Problem ist, dass sich der "Bikepark" immer weiter ausbreitet. Das passiert aber nicht, indem einfach die Fläche etwas vergrössert wird, sondern die Trampelpfade durch die Au, die von vielen anderen Leuten auch genutzt werden, werden umgebaut und befahren. Es geht sogar das Gerücht, dass Bäume gefällt wurden und das ist immerhin ein Naturschutzgebiet. (Ich hab' dort auch Holz bearbeitet, aber ich beschränke mich auch abgestorbenes Holz, umgestürzte Bäume und kleine Zweige die in die Trampelpfade reinwachsen).
Die Baumfällerei, wenn sie vorgekommen ist, stört mich ziemlich. Das Umbauen der Trampelpfade hat den Riesennachteil, dass immer wieder jemand stürzt. Über ein aufgebautes Hinderniss, aber viel eher in eines der ausgehobenen Löcher. Besonders schlimm natürlich im Winter, wenn die Schneedecke ein Ausmachen von Hindernissen fast unmöglich macht. Ich bin nicht so schlecht zu Fuss und mir ists schon ein paar Mal passiert, ich möchte nicht wissen, wie leicht das den sprichwörtlichen "alten Mütterln" passiert, die ihren Hund dort Gassi führen.
Und was mir besonders aufstösst: Heute kams fast zu einem Unfall. Ein Biker fährt, ziemlich schnell über einen der Trampelpfade, der bereits einige Schanzen enthält und sieht Afra und mich erst sehr spät (Die Pfade sind natürlich zugewuchert und die Schanzen sind hoch). Nur durch einen Segler in die nächste Hecke konnte er vermeiden, dass er auf mich und Afra gesprungen wäre. Und da werd ich stinkig. Passiert ist zum Glück, noch, keinem was. Der Radler (sicher noch keine 16) war unverletzt und wir auch.
Also, um es nochmal zusammenzufassen:
Regelungen hin oder her, ich finds toll, was Ihr da macht, aber bitte:
Dass sich manche Leute angeblich schon beim Magistrat beschwert haben, find ich sicher nicht gut, aber ich würde es gerne vermeiden, auch zu solchen Massnahmen gebracht zu werden.
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