Ein kurzer Artikel über die aufkommende Facebook Alternative Diaspora zeigt kurz, worum es geht und wieso es sich durchsetzen könnte:
http://opensource.com/life/10/5/facebook-privacy-exodus-and-diaspora?sc_...
Für die meisten User ist Diaspora einfach eine Alternative zu Facebook, die es ermöglicht, viel besser auf die eigenen Daten aufzupassen, als Facebook das bisher gemacht hat und wahrscheinlich je könnte. Es setzt nicht auf eine Firma, die alle Server betreibt und damit alle Daten verwaltet, sondern auf ein verteiltes System, bei dem jeder seinen eigenen Knoten betreiben kann, seine eigenen Daten selbst verwaltet und alles von Grund auf verschlüsselt ist.
Für die mehr technisch interessierten User ist Diaspora eine Open Source Lösung, die die oben genannten Vorteile hat und vor allem auf offene Standards setzt, sodass auch andere Lösungen sich mit Diapsora Netzwerken verbinden können. Damit wäre die völlige Kontrolle einer Firma über die Daten vollends beendet und Social Networking würde einen der grössten Nachteile verlieren.
Dass es mit identi.ca eine ähnliche Alternative zu Twitter gibt, ist wohl noch immer wenigen Usern bekannt, obwohl identi.ca schon ziemlich lange etabliert ist.
Was Diaspora jetzt zum Durchbruch verhelfen könnte ist der derzeitige Exodus von sehr vielen Usern, die immer unzufriedener mit den Datenschutzoptionen von Facebook sind.
In einer idealen Welt würden sich bald Möglichkeiten finden, twitter und identi.ca sowie Facebook und Diaspora zu verbinden und so eine noch grössere Userbasis zu schaffen. Das hat ja mit etlichen anderen Diensten auch funktioniert. Ich verwende z.B. hauptsächlich TweetDeck um Nachrichten gleichzeitig auf Twitter, Facebook, Google Buzz, etc. zu schreiben. Noch schöner wäre, wenn die einzelnen Dienste so eine Integration selbst anbieten würden. Ich bin gespannt, was dann kommt.
Ich werde jedenfalls bei Diaspora mitmachen, sobald das möglich ist. Meinen Facebook Account werde ich aber bis auf weiteres noch behalten. Man muss sich eben überlegen, was man da reinschreibt und sich nicht auf deren Datenschutzoptionen verlassen.
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