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solaris + zfs + usb hdd = w00t!

Dass man mit dem ZFS von Solaris ganz tolle Sachen machen kann, haben uns die Systemhelden ja schon mehrfach gezeigt. Man denke nur an das Video mit dem "Thumper für Arme". Ein Storage aus etlichen USB Hubs und USB- Sticks.

Durch dieses Video und ein paar Aussagen im Heldenfunk angestachelt, ist in mir die Idee gereift, doch auch mal ein USB Storage zu bauen. Und wie bei meinem Besuch angekündigt, habe ich nun meinen Fileserver zuhause doch tatsächlich mit USB Festplatten ausgebaut.

Das ist zwar eine einigermassen abenteuerliche Konstruktion, die ich einem Kunden so nie antun würde (ausser es geht z.B. um viel billigen Speicherplatz, der nur zum Auslagern verwendet wird und ein Totalverlust kein Problem darstellen würde), aber für den Hausgebrauch, vor allem, da meine Experimentierfreude schon gefürchtet ist, ists eine super Lösung.

Ich habe ja meinen alten Fileserver durch einen neuen ausgetauscht. Als ich das Motherboard aufgrund eines Hardwaredefektes gegen ein anderes tauschen musste, habe ich leider uebersehen, dasss das Neue nur 2 SATA Anschluesse hat. Tja und einen SATA Controller zu finden, der billig genug für den Hausgebrauch ist und sicher von Solaris 10 unterstützt wird, ist leider nicht so leicht.

Also habe ich jetzt 2 SATA Festplatten mit je 320GB. Darauf ist das System und Swap in einem Raid 1. Alles was nicht dafuer draufging ist in einem ZFS zpool, ebenfalls raid 1. Tja und jetzt habe ich zwei alte 160GB IDE Festplatten in USB Gehaeuse gepackt und angeschlossen. Ein einfaches "zpool add -f export mirror c3t0d0s3 c4t0d0s3" reichte aus, dass ich jetzt wieder schön viel Platz habe. Natürlich wird dadurch das System langsamer und sicherlich auch etwas instabiler, aber das nehm ich bei diesem System in Kauf. Und auch wenn die USB Gehäuse mal ins Nirvana verschwinden, lassen sich die Daten trotzdem ziemlich leicht wieder herstellen, indem man zumindest eine der Festplatten einfach irgendwie anders anhängt. Das habe ich vorher mit einem Laptop mit der OpenSolaris Developer Preview des "Projekt Indiana" und den beiden Platten ausgiebig getestet. Austecken, einstecken, Anschluesse tauschen, etc. Alles kein Problem. Nur, als ich alle USB Stecker auf einmal gezogen habe, hat sich das System rebootet, anstatt einfach das ZFS einzufrieren. Das schiebe ich jetzt aber einfach mal auf die "Developer Preview".

Ganz so einfach wie im OpenSolaris wars allerdings bei meinem Solaris 10 nicht, die Platten anzuhängen. Ich hatte ja bisher relativ wenig mit USB Geräten unter Solaris zu tun. Beim "10er" musste ich erstmal mit "svcadm disable volfs" den vold ausschalten, der die USB Platten sofort in Beschlag nahm. Ausserdem musste ich natuerlich ein -f ins zfpool add einfügen, da er meckerte, dass ja eine neuere Version von zfs bereits auf den Platten ist.

Ich bin gespannt, wie sich das Konstrukt auf längere Zeit bewährt, aber bisher bin ich begeistert, wie einfach das ging.

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