Dass ich ständig mindestens ein Messer dabei habe, sollten inzwischen die meisten meiner Leser mitbekommen haben. In letzter Zeit ist da aber auch fast immer ein Dolch dabei.
Zur Zeit hauptsächlich das G1 "Garmfighter" von Fällkniven.
Warum, wo doch ein Dolch wahrscheinlich die einzige Form eines Messers ist, das ganz klar als Waffe konzipiert wurde und im täglichen Leben fast nie praktischen Nutzen hat? Eben darum. Ich bin es leid, jedesmal, wenn ich ein anderes Messer ziehe zu hören: "Oh, das ist ja eine Waffe!". Nein, ist es nicht. Ein Messer ist nicht per se eine Waffe. Fast alle meiner Klingen wurde dafür konzipiert, alltagstauglich zu sein, um als Werkzeug zu dienen. Ich öffne damit Pakete, schneide mein Essen, schneide meinen Hund frei, wenn er sich im Gestrüpp verfängt, schnitze zur Beruhigung und Meditation und viele weitere Dinge, für die ein Messer, das als Waffe gedacht ist, einfach schlecht geeignet ist.
Über den Daumen kann man sagen, dass Waffen-Messer leicht zu bewegen (der Schwerpunkt liegt hinter der Parierstange) und oft lang und spitz sind. Sie sind dazu gedacht, eine Feind zu stechen und nur selten, um zu schneiden. Sie sind oft auf beiden Seiten der Klinge angeschliffen, um besser zu stechen und schwerer zu packen zu sein. Genau das zeichnet aber nur wenige Messer aus, die ich normalerweise dabei habe.
Diese haben lange Schneiden, um möglichst viel Schnittgut zertrennen zu können. Sie haben oft den Schwerpunkt an der Spitze der Klinge, um z.B. das Hacken von Holz zu erleichtern. Man kann oft gut auch am Klingenrücken anfassen, um mehr Gefühl beim Arbeiten zu haben.
Um diesen Unterschied hervorzuheben, habe ich einen Dolch mit. Wenn also das nächste Mal jemand meint, mein Hornet XL oder mein Golem II seien Waffen, dann kann ich ihm anhand dieser Beispiele sogar zeigen, dass dem nicht so ist. Aber - Kids, don't try this at home. Ich bin in meiner Umgebung schon hinlänglich als Messerliebhaber bekannt und kann noch dazu argumentieren, dass ich als Händler ein Interesse daran habe, meine Ware zu testen und vorzuzeigen. Wenn ich an Orte gehe, wie etwas ein Beisl/Kneipe oder ähnliche Orte, wo Waffen aus gutem Grund nicht gern gesehen werden, lasse ich meist alle Messer, auf jeden Fall aber Dolche und ähnliches zuhause. Die Messerliebhaber haben schon genug Leute, die ihr Hobby verbieten wollen, da müssen wir nicht auch noch unnütz provozieren.
Für mich persönlich hat ein Dolch bzw. eine Waffe noch weitere Bedeutung. Das geht aber dann eher ins philiosphisch- Religiöse und möchte ich nicht in diesem Posting besprechen. Entweder bei einem Bier (ohne Dolch) persönlich oder in einem späteren Posting, wenn ich mir über ein paar Dinge noch klarer geworden bin.
Kommentare
Dolch
Ist Austria inzwischen so gefährlich, dass man ein Kampfmesser traen muss .... ok, von der Urlaubsliste gestrichen .....
Messer sind in erster Linie Werkzeuge
Ich hab Messer nie als gutes Mittel zur Selbstverteidigung gesehen und würde sie auch nicht dafür empfehlen. Ich trage Messer, weil ich eine besondere Beziehung zu ihnen habe, sie sehr praktisch und manchmal sogar lebensrettend sein können (man denke nur an Autounfälle).
Und Dolche trage ich, weil ich genau diese Diskussion damit anpeile. Ich mag Messer und trage sie, wie andere eine schöne Armbanduhr. Und da der Nutzwert eines Dolches in einem Land wie Österreich, das zu den sichersten der Welt gehört, minimal ist, sehe ich sie mehr wie wie ein Schmuckstück.
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