In der Zwischenzeit habe ich mich noch etwas mit dem Messer beschäftigt und kann auch ein paar Fotos zeigen.
Das ist mein erster Messertest, seid also etwas nachsichtig. ;-)
Tut mir leid, dass ein paar Fotos etwas unscharf sind. Durch Klicken auf das Foto kommt man zu einer grösseren Ansicht.
Über den Nutzen der "American Tanto" Form, die Extrema Ratio bei allen Modellen der Fulcrum Serie verwendet, scheiden sich in der Messercommunity die Geister. Allerdings sind diese Messer ja weniger für feine Schneidarbeiten, sondern eher fürs Grobe gedacht und dafür passt diese Form ganz gut.
Beim Schnitzen fällt bald ein negatives Detail der C Variante dieses Messers auf. Duch die verhältnismässig kurze Klinge gibt es zuwenig Platz um den Daumen auf den Klingenrücken zu legen um mehr Kraft auszuüben. Man kann sich lediglich aussuchen, ob man auf die Stelle mit dem Wellenschliff drückt oder noch weiter vorne auf der Fehlschärfe am Rücken der Spitze anlegt, was aber bald unangenehm schmerzt.

Die Scheide ist realtiv gross und kann trotz der Tek-Lok Klammer nur schwer so am Gürtel befestigt werden, dass das Messer nicht auffällt. Unter Kleidung trägt es ziemlich auf und oft ist es auch unangenehm bei Sitzen. Ausserdem lugt es fast ständig unter T-Shirts etc., die über den Hosenbund reichen, hinaus.
Das klassische Concealed Carrying ist also damit nur schwer möglich.
Am Rücken des Griffes befindet sich eine Riffelung, an die man gut den Daumen legen kann, wenn man nicht, wie oben erwähnt auf den Klingenrücken greift. Die Riffelung sieht zwar sehr aggressiv aus, wird aber über den Griff selbst gut abgeschirmt, was ein sicheres und angenehmes Arbeiten ermöglicht.
Aufgestellt ist das Fulcrum C, liegend das Fulcrum
Der Griff lässt sich trotz der kleineren Form gut nehmen. Man sollte allerdings keine Riesenpranken haben, dafür ist es wohl doch etwas zu klein. Der Griff selbst ist übrigens aus einem harten, gummiartigen Material, das Extrema Ratio "Forprene" nennt.
Im Unterschied zum normalen Fulcrum (dessen Griffe auch in anderen Farben erhältlich sind), kann man in die charakteristische Fingermulde nur den Zeigefinger legen.
Im Unterschied zum Fulcrum ist das Fulcrum C ganze 10cm kürzer, also 21cm lang.
Hier sieht man auch gut die unterschiedlich langen Fingermulden.
Dafür sind die Extrema Ratio Messer ja bekannt. Ich habe noch keine echten Belastungstests durchgeführt und das Fulcrum C auch nur für einfachere Schnittests verwendet, aber seinen grossen Bruder, das Fulcrum hat bei mir schon die eine oder andere Getränkedose zerschnitten und ist trotzdem noch sehr scharf.
Nur die Beschichtung hat schon ein paar Kratzer abbekommen, was aber in erster Linie an eben jenen Dosen und meinem Keramikwetzstab liegt. Ist also nichts, was man dem Messer vorwerfen könnte.
Auch hier gilt wieder: Das Messer ist auf Stabilität ausgelegt. Es wird zwar sehr scharf geliefert, bietet jedoch keinen Vergleich zu Spyderco oder ähnlichen Messern. Das lässt alleine die Klingengeometrie nicht zu.
Allerdings lässt sich sogar der N690 von Böhler mit einem japanischen Stein, den ich bei Ikea mal ganz billig gekauft habe, nachschärfen.
Was ich noch erwähnen möchte, aber leider nicht fotografieren konnte ist das "GeoCamo" Muster auf den Klingen. Es handelt sich dabei um die "Testudo" genannte Farbgebung, in die (laut Hersteller mit einem Laser) das Muster eingeschnitten wurde. Dadurch entstand ein sehr attraktives Rastermuster, das eben leider zu fein für meine Kamera ist. Leider gibt es das Fulcrum nicht im "Tigertech" Look, wie z.B. das Golem.
Hersteller: http://www.extremaratioknivesdivision.eu/
Bezug: http://www.wolfster.de/
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