Eine meiner Lieblingsgeschichten nun schon fuer lange Zeit ist "Fight Club". von Chuck Palahniuk, der auch mit Brad Pitt und Edward Norton verfilmt wurde, wobei gerade der Letztere auch noch zu meinen Lieblingsschauspielern zaehlt.
Den Film hab ich ja nun schon ein paar Mal gesehen, aber jetzt hab ichs endlich auch geschafft, das Buch fertigzulesen. Ich hab mir einfach nie die Zeit genommen, Romane zu lesen, sonder hab' mich immer auch Fachbuecher konzentriert.
Die Story: Der Erzaehler, dessen Name nie genannt wird, ist ein gut situierter Angestellter eines Autokonzerns und ueberprueft, ob etwaige Fehler Rueckrufaktionen rechtfertigen. Er leidet an Schlafproblemen und besucht deshalb Selbsthilfegruppen, bei denen er immer vertauescht, an dem jeweiligen Problem, meist toedliche Krankheiten, zu leiden. Das Mitgefuehlt der anderen hilft ihm, wieder im Leben Fuss zu fassen. Dann begegnet er dem Seifenverkaeufer Tyler Durden, bei dem er kurz darauf sogar einzieht, da seine eigene Wohnung ausbrennt.
Tyler Durden und der Erzaehler beschliessen sich dann, aus reiner Neugier, zu pruegeln. Das gibt ihnen derartig freies Gefuehl, dass sie einen Fight Club gruenden, in dem sich Maenner treffen, um gegeneinander mit nur sehr wenigen Regeln zu kaempfen und so alle unwichtigen Dinge zu vergessen.
Die tiefere Bedeutung der Geschichte liegt meiner Meinung nach darin, dass in der heutigen Gesellschaft soviele unwichte Dinge so essentiell fuer uns geworden sind, dass wir uns gar nicht mehr auf das konzentrieren koennen, fuer was wir eigentlich gemacht wurden. Keiner von uns koennte mehr ohne die vielen Annehmlichkeiten des Lebens auskommen. Tyler Durdens Botschaft ist es, dass man sich von allem befreien muss, was einem so wichtig geworden ist, um wieder zu den wirklich wichtigen Dingen zu finden.
Im Laufe der Geschichte wird immer klarer, dass Tyler Durden immer radikalere Methoden einsetzen moechte um die Zivilisation immer weiter zu vernichten.
Buch und Film sind sich sehr aehnlich. Aber einige sehr wichtige Details und vor allem das Ende sind anders. Die Aenderungen moechte ich nicht erwaehnen, da sie zuviel von der Story verraten wuerden.
Besonders auffaellig ist auch der sehr knappe Erzaehlstil von Palahniuk, bei dem selten ein Satz mehr als eine Zeile benoetigt. Auch laesst er sich in wilden Metaphern aus und erwaehnt nur in Nebensaetzen, dass eigentlich auch etwas fuer die Handlung entscheidendes passiert.
Ich kann beides, Film und Buch nur empfehlen.
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