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ZFS hat wieder mal meine Daten gerettet

Billige Hardwarekomponenten gaukeln Betriebssystemen manchmal Zustände vor, die gar nicht erreicht sind. So ist es möglich, dass Festplatten ein erfolgreiches Schreiben zurückmelden, obwohl die Daten nur im platteninternen Cache liegen, der wohlgemerkt seine Daten verliert, sobald der Strom weg ist.

Disk aus zfs Verbund austauschen

Da ja eine der Platten, die ich in dem ZFS meines Fileservers zuhause verwende, ihr Leben ausgehaucht hat, hab' ich mich jetzt mal mit dem Austausch von Platten aus einem ZFS Raid beschäftigen (müssen)

Ich hab' einige Zeit gebraucht, aber das lag' wohl mehr an mir. In Kurzform, wie es dann geklappt hat:

#format -e c3t0d0
#zpool detach export c3t0d0s3
#zpool attach -f export c4t0d0s3 c3t0d0s3

Somit habe ich die neue Platte für Solaris formatiert und die entsprechenden Slices eingerichtet. Ich habe s3 ebenso wie s2 über die ganze Platte gezogen. Es kann sein, dass das nicht mehr nötig ist, aber mein Mentor damals hat mir von Problemen erzählt, wenn man s2 einfach für Daten verwendet. Wichtig ist das "-e", da ansonsten keine USB Platten angezeigt werden.

Erster Eindruck ZFS auf USB hdd

Jetzt habe ich mein ZFS ueber 2 interne SATA und 2 externe USB Platten fertig. In die USB Gehaeuse habe ich schon relativ alte 160G Platten gepackt. Anscheinend hat eine davon das Lagern nicht so ganz ueberlebt, was dann in entsprechenden Aussetzern resultiert hat. Es war also eine gute Idee, alles zu spiegeln. :-) Prinzipiell pfeift die Sache genau so, wie sie soll. Nur 2 Dinge sind mir bisher negativ aufgefallen:

* Als ich mal beide USB Platten vom System getrennt habe und somit ein komplettes vdev aus dem Verbund entfernt habe, hat sich die Maschine rebootet. Dieses Verhalten habe ich jetzt bei Solaris 10 und OpenSolaris festgestellt. Laut Doku sollte aber nur der zpool offline gehen. Da wuesste ich gern, was da falsch lief.

solaris + zfs + usb hdd = w00t!

Dass man mit dem ZFS von Solaris ganz tolle Sachen machen kann, haben uns die Systemhelden ja schon mehrfach gezeigt. Man denke nur an das Video mit dem "Thumper für Arme". Ein Storage aus etlichen USB Hubs und USB- Sticks.

Durch dieses Video und ein paar Aussagen im Heldenfunk angestachelt, ist in mir die Idee gereift, doch auch mal ein USB Storage zu bauen. Und wie bei meinem Besuch angekündigt, habe ich nun meinen Fileserver zuhause doch tatsächlich mit USB Festplatten ausgebaut.

Ich steh' auf ZFS

Ich hab' ja mal geschrieben, dass ich mir zuhause einen neuen Server zulegen musste, um auch mal ein bisschen Ordnung zu schaffen und die alten endlich her zu geben. (Ja das ist der, der noch ohne Gehäuse rumsteht)

Jetzt bin ich dabei, alle Dateien auf das neue System zu kopieren. Leider gab's da ein paar Probleme beim zusammenfinden der richtigen Daten, weshalb ich manche Verzeichnisse nicht komplett auf dem neuen System habe. Mit rsync ging das aber bisher relativ problemlos.

Nicht so bei meinem home. Aus welchem Grund auch immer (hab' noch nicht genug nachgeforscht), hat mir der rsync Prozess mein home mit irgendwelchen uralten Daten überschrieben. Alles. Mist. Was mach ich jetzt? zfs rollback -f export/home/widhalmt@vorrsync und das wars!

Lessons learnt:

Mehrfache Kopien auf einer Disk mit zfs

In einem Artikel habe ich heute von einem neuen Feature von Zfs gelesen, das die Datensicherheit noch weiter erhöht. Derzeit befindet sich "Ditto Blocks" noch in OpenSolaris, wird aber sicherlich auch in Solaris Einzug halten.

Dabei handelt es sich um eine Eigenschaft einzelner ZFS devices, mit dem man angeben kann, wieviele Kopien eines Datensatzes man haben möchte. ZFS speichert dann alle Daten mehrfach auf der Platte ab und achtet darauf, sie möglichst weit auf der physischen Disk zu verteilen. Sollte nun ein Hardware Fehler vorliegen, besteht eine weit höhere Hoffnung, dass eine intakte Kopie noch existiert.

zfs rettet die Welt - wieder mal

Ich hab' ja schon geschrieben, dass ich Probleme mit meinem Solaris 10 x86 Server zuhause hatte. (Offensichtlich habe ich eine viel zu schwache Maschine genommen. Linux ist da etwas genügsamer im alleruntersten Bereich)

Gestern hab' ich mich dann, mea culpa, auch nicht mehr an die vorgeschlagenen Routinen gehalten, sondern liess Solaris den angezeigten Fehler einfach ignorieren. Mit dem Ergebnis, dass die Maschine gar nicht mehr startete.

Um mir nicht die ganze Nacht mit Reparatur um die Ohren schlagen zu müssen, griff ich, nochmal mea culpa, zur Windows Methode: Neu aufsetzen.

ZFS in FreeBSD

In einem Artikel hat c0t0d0s0 geschrieben, dass ZFS nun nicht nur in Mac OS X, sondern auch in FreeBSD inkludiert werden soll.

Wer's mal ausprobiert hat, weiss warum.

Meine Wunschliste an Sun

Wenn ich mir von Sun was wuenschen duerfte:

1. Ich braeuchte Server, die sehr billig relativ viel Speicherplatz zur Verfuegung stellen. Die X4500 "Thumper" ist da genau der richtige Weg. Leider gibt es sie nur voll bestueckt mit allen Platten zu kaufen. Das ist eine Huerde, die fuer die meisten meiner Kunden einfach zu gross ist. An ein Storage brauche ich da auch nicht zu denken. Also, um nicht auf so was ausweichen zu muessen, wuerde ich mir einen Thumper wuenschen, den man auch ohne Platten kaufen kann, um entweder billigere oder einzlne Sun Platten einbauen zu koennen.

ZFS Gedaechtnisstuetze

So stell ich mir eine Hilfe vor, wenn man mal schnell was nachschlagen muss:
http://www.blogs.uni-erlangen.de//anfalas/stories/661/

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